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Hat Bitcoin als "digitales Gold" versagt?
Bitcoin hat in den letzten Jahren als digitales Pendant zu Gold gegolten, doch die aktuelle Marktentwicklung zeigt eine andere Realität. Während Gold im Jahr 2025 neue Höchststände von über 4.370 US-Dollar je Feinunze erreicht hat, kämpft Bitcoin mit einer Jahresperformance von minus 5,5 bis 14 Prozent. Diese Divergenz wirft die Frage auf, wie belastbar das Narrativ vom "digitalen Gold" tatsächlich ist.
„Wie überzeugend ist Bitcoins Status als 'digitales Gold', wenn es ausgerechnet in einer starken Gold-Phase nicht mithält?“ - Messari
Besonders auffällig ist der Rückgang des Bitcoin-Gold-Verhältnisses (BTC/XAU), das seit Dezember 2024 um rund fünfzig Prozent gefallen ist. Während Gold als das größte nicht-staatliche monetäre Asset mit einer Marktkapitalisierung von etwa 30 Billionen US-Dollar gilt, repräsentiert Bitcoin nur einen Bruchteil davon. Diese Entwicklung stellt die langfristige Rolle von Bitcoin in Frage, insbesondere in Zeiten, in denen Gold als sicherer Hafen wahrgenommen wird.
Zusammenfassung: Bitcoin hat in der aktuellen Marktsituation Schwierigkeiten, mit Gold mitzuhalten, was das Narrativ vom "digitalen Gold" infrage stellt.
Die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold
Eine Analyse von Messari zeigt, dass die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold zwischen März 2020 und April 2025 lediglich bei 0,18 lag. Im Gegensatz dazu zeigte Bitcoin eine stärkere Korrelation mit Aktienindizes wie dem S&P 500. Diese Korrelation erklärt, warum Bitcoin nicht von der Flucht in sichere Häfen profitieren konnte, während Gold in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten und hoher Zentralbanknachfrage florierte.
Die Analysten betonen, dass Bitcoin zunehmend als Makro-Asset behandelt wird, was bedeutet, dass es anfälliger für Liquiditätszyklen und Risikoaversion ist. Diese Entwicklung stellt das einfache Narrativ vom "digitalen Gold" weiter infrage, ohne jedoch Bitcoins langfristige Rolle grundsätzlich zu negieren.
Zusammenfassung: Die geringe Korrelation zwischen Bitcoin und Gold zeigt, dass Bitcoin nicht als sicherer Hafen fungiert und stärker von makroökonomischen Faktoren beeinflusst wird.
tokenisierte Edelmetalle als neue Konkurrenz
Ein neuer Wettbewerber für Bitcoin sind tokenisierte Edelmetalle, deren Marktkapitalisierung bis Ende November 2025 um 244 Prozent auf rund 3,6 Milliarden US-Dollar gewachsen ist. Besonders goldgedeckte Token wie Paxos Gold (PAXG) und Tether Gold (XAUT) haben Bitcoin in der Performance übertroffen. Diese Entwicklung zeigt, dass Kapital nicht den Kryptomarkt verlässt, sondern sich innerhalb der Blockchain-Ökonomie in reale Wertanker verlagert.
Die Analysten von Messari sehen in tokenisierten Edelmetallen eine neue Form der Absicherung innerhalb der Blockchain, die die Eigenschaften klassischer Sachwerte mit der Infrastruktur der Blockchain verbindet. Dies könnte die Rolle von Bitcoin als "digitales Gold" weiter komplizieren.
Zusammenfassung: Tokenisierte Edelmetalle gewinnen an Bedeutung und könnten die Marktposition von Bitcoin als "digitales Gold" gefährden.
Marktdiskussion und langfristige Perspektiven
Eine öffentliche Debatte zwischen Changpeng Zhao, dem Gründer von Binance, und dem Gold-Kritiker Peter Schiff verdeutlicht die unterschiedlichen Ansichten über die Zukunft von Bitcoin. Schiff argumentierte, dass Bitcoin in Gold gemessen massiv an Kaufkraft verloren habe, während Zhao die Flexibilität von Bitcoin als globales Makro-Asset hervorhob.
Trotz der kurzfristigen Schwäche bleibt Messari langfristig optimistisch und erwartet eine monetäre Aufwertung von Bitcoin über mehrjährige und jahrzehntelange Zeiträume. Die Analysten führen die Underperformance auf strukturelle Veränderungen zurück, die Bitcoin liquider und regulierter machen.
Zusammenfassung: Die Debatte über Bitcoin und Gold zeigt unterschiedliche Perspektiven, während langfristige Prognosen für Bitcoin optimistisch bleiben.
Quellen:
- Jackpot-News! Q-Gold lässt die "goldene Weihnachts-Katze" aus dem Sack
- Hat Bitcoin als "digitales Gold" versagt?
- Vertrauenskrise: Junges Geld rennt in Gold – Aktien und Immobilien verlieren Vertrauen - 19.12.2025
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