Bimetallismus
Bimetallismus
Grundverständnis von Bimetallismus
Der Begriff Bimetallismus bezieht sich auf ein Währungssystem, in dem zwei verschiedene Metalle als Basis dienen. Normalerweise handelt es sich dabei um die Edelmetalle Gold und Silber. Beide Metalle haben einen festgelegten und gesetzlichen Wechselkurs zueinander, was bedeutet, dass Sie beide als Geld dienen. Das Bimetallismus-System war früher weit verbreitet, insbesondere in den USA und Europa.
Die Entwicklung des Bimetallismus
Der Bimetallismus wurde im 19. Jahrhundert als Reaktion auf wirtschaftliche Probleme eingeführt. Man hoffte, dass der Bimetallismus die Stabilität der Währung erhöhen würde. Dieses System brachte allerdings auch Probleme mit sich, da der Marktwert von Gold und Silber ständig schwankte. Diese Schwankungen führten letztlich zu Diskrepanzen zwischen dem gesetzlichen und tatsächlichen Wert der beiden Metalle.
Gründe für das Ende des Bimetallismus
Da die Schwierigkeiten mit dem Bimetallismus immer offensichtlicher wurden, bewegten sich viele Länder hin zu einer Goldstandard-Währung oder zur vollständigen Abschaffung einer auf Metallegeld basierenden Währung. Heute ist das System des Bimetallismus praktisch nicht mehr in Gebrauch. Der letzte große Anhänger, die Vereinigten Staaten, verabschiedete sich 1900 davon.
Nutzen des Bimetallismus heute
Auch wenn der Bimetallismus als Währungssystem nicht mehr genutzt wird, bleibt die Idee dennoch interessant. Vieles von dem, was wir über Währungen und den Wert von Metallen wissen, basiert auf Erkenntnissen, die während der Bimetall-Ära gewonnen wurden. Dieses Wissen beeinflusst bis heute die Art und Weise, wie wir über Geld und Werte nachdenken.